• Beitrags-Kategorie:Der Hund

Jedes Jahr werden tausende Galgos aus Spanien nach Deutschland vermittelt. Augenscheinlich zarte Wesen, die mit ihren Kulleraugen oftmals die Menschen in ihren Bann ziehen. Man möchte ihnen ein gutes Zuhause bieten und ist oft dem Irrtum erlegen, wieder gutzumachen, was ihr vernarbtes Gesicht und ihr geschundener Körper erzählt. Sie haben eine Karriere als Jagdhund beim spanischen Jäger, dem Galguero, hinter sich, wurden ggf. ausgesetzt, mussten sich auf der Straße durchschlagen oder haben die Hölle der Tötungsstationen hinter sich bringen müssen.

Sie werden in unsere Welt katapultiert, mit all ihren für sie völlig fremden Gerüchen, Geräuschen, Tieren und Gepflogenheiten. Auch das Leben in einem Haus ist für manche Hunde fremd. Daher ist es zwingend erforderlich, diese Hunde in den ersten Wochen gut gesichert an ausbruchssicheren Geschirren, kurzer Leine und Zugstopphalsband, auf kurzen Spaziergängen auszuführen, damit sie die Möglichkeit bekommen, die neuen Eindrücke ersteinmal anzuschauen und zu bewerten. Dies geschieht immer ganz nah bei den neuen Besitzern. Von Rolleinen jeglicher Art rate ich dringend ab. Auch sollte die Haustüre in der ersten Zeit abgeschlossen sein, öffnet man die Haustür, sollte der Hund vorher bereits gut gesichert sein oder sich gar nicht in der Nähe der Haustüre befinden. Ihre starke Jagdleidenschaft, ihre Schnelligkeit und ihre Wildschärfe, stellen die meisten neuen Galgobesitzer auf eine harte Probe und sind damit vollkommen überfordert. Bei Sichtung einer flüchtenden Katze, Wild, etc. entwickeln Galgos in kürzester Zeit einen enormen Antrieb und das führt häufig dazu, dass der Besitzer und der Hund schwer verletzt werden können.

So sieht eine gute Sicherung aus. Das ist Sambi, sie kam am 21.02.2020 mit einem Transporter nach Deutschland und wurde auf einem eingezäunten, ausbruchsicheren Gelände ihrem Pflegefrauchen übergeben.

Je nachdem, was dem Hund in seinem vorherigen Leben widerfahren ist, kann es auch sein, dass ein Galgo einzieht, der sozial unverträglich mit Artgenossen ist, diese mobbt oder panische Angst vor allem und jedem hat. Zusammen mit dem extrem ausgeprägten Jagdinstinkt ist das oftmals ein riesengroßes Problem, welches sich die neuen Besitzer stellen müssen.

Auch ich habe vor vielen Jahren vor diesen unlösbaren Problemen gestanden und eilte von Hundetrainer zu Hundetrainer. Das ist jetzt fast 20 Jahre her und zum Glück hat sich vieles mit den Jahren zum Besseren gewandelt und es gibt inzwischen ganz viele tolle Hundetrainer, die sich mit dem Wesen eines Galgos gut auskennen und helfen können.

Es hält sich noch immer hartnäckig die Meinung, Galgos könne man nicht erziehen, sie seien Katzen sehr ähnlich und aus diesem Grund müsse man akzeptieren, dass einige Dinge so sind, wie sie sind, und ein Freilauf demnach unmöglich sei.

Ein Galgo muss Freilauf lernen, so wie jeder andere Hund das auch muss. Er kann lernen, mit seinen Talenten anders umzugehen, und oft kommt man mit der richtigen Auslastung und dem richtigen Training weiter, als man zu Anfang glaubte.

Mein Angebot richtet sich an all diejenigen, die 2020 einem Galgo aus dem Tierschutz eine Chance auf ein anderes Leben bieten möchten, aber abgeschreckt werden durch die vielen Märchen, die sich um diese wunderbaren, eleganten und schönen Hunde ranken. Ich möchte helfen, dass sich die Zahl der entlaufenen und ums Leben gekommene Hunde drastisch reduziert, möchte Aufklärung darüber leisten, was alles möglich sein kann, auch einem Galgo den Freilauf zu gewähren, denn jeder Hund hat ein unverbrüchliches Recht darauf.

Vereinbaren Sie einen Termin, entweder telefonisch oder per Mail. Das Angebot beinhaltet, kostenlose Beratung und Training im Jahr 2020.Die Vorlage des Adoptionsvertrages, aus dem hervorgeht, dass der Galgo im Jahre 2020 adoptiert wurde, ist Voraussetzung. Das Angebot gilt ausschliesslich für Galgos und ist befristet bis 31.12.2020!

Bis dahin, eine wunderbare Zeit!

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